Die Grödnerin Isabell Pitscheider, die Bündnerin Ernestina Abbühl sowie Barbara Tavella, Tobias Tavella und das Duo Youlee Ku und Fabian Feichter aus dem Gadertal, haben den Wettbewerb Trienala Ladina 2026 gewonnen. Organisiert wird er vom Museum Ladin mit dem Ziel, die zeitgenössische Kunst in den ladinischen Tälern zu fördern. Die von einer internationalen Jury aus 40 BewerberInnen ausgewählten Künstlerinnen und Künstler können ihre Werke in der Gemeinschaftsausstellung Trienala Ladina 2026 präsentieren, die vom 22. Mai bis 27. September im Museum Ladin Ciastel de Tor in St. Martin in Thurn zu sehen sein wird. Sie sind daher eingeladen, sich mit dem vielfältigen musikalischen Ökosystem der ladinischen Täler auseinanderzusetzen: Das Ziel der Trienala ist es nämlich, neue Werke zu schaffen, die die Berggemeinschaft erzählen und dokumentieren und dabei Konzepte wie die Herausforderungen einer hypervernetzten Gesellschaft, die Pflege der Umwelt und die Rolle von Musik und Gesang als „Bindemittel” für die Gemeinschaft untersuchen. Das Thema und die Kuration stammen von Andrea Lerda, Kunsthistoriker und Kurator des Museo Nazionale della Montagna in Turin, wo er für das Nachhaltigkeitsprogramm und die Projekte zeitgenössischer Kunst verantwortlich ist.
Der Grödner Arnold Holzknecht gewinnt hingegen den Kunstbildhauerwettbewerb Richard Agreiter. Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: „Er verbindet die tief in der ladinischen Welt verwurzelte Tradition der Holzbildhauerei mit Sensibilität und Qualität zu einer harmonischen und kohärenten Reflexion über die Gegenwart. Dies führt ihn zu einer formalen und konzeptuellen Hybridisierung von Materialien, Themen und Praktiken.“ Die von der Jury ausgewählte Skulptur wird vom Museum Ladin erworben.
Die Trienala Ladina ist ein Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler, die in den fünf ladinischen Tälern, in Graubünden und im Friaul leben, und steht allen Kunstgattungen offen. Der Kunstpreis für Skulptur „Richard Agreiter“, der sich an Künstlerinnen und Künstler aus dem historischen Tirol und den ladinischen Tälern Badia, Gardena, Fassa, Livinallongo und Ampezzo richtet, wird vom Museum Ladin organisiert und vom österreichischen Künstler Richard Agreiter, der aus Badia stammt, finanziert.